14. Juni 2016
Informationsveranstaltung fand regen Zuspruch

Die Bürgerinitiativen proNaturRaum, Runder Tisch Windkraft-Frei-olsheim und Lebensraum Schluttenbach e.V. luden am Sonntag, 12. Juni, zu einer Informationsveranstaltung an der Carl-Schöpf-Hütte in Völkersbach ein. Hier hatten die, trotz des Regenwetters doch recht zahlreichen Besucher, die Gelegenheit, sich über die aktuelle Lage der Windkraftplanung in unserer Region und über die Arbeit der Bürgerinitiativen zu informieren.

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Aufgezeigt wurde, dass auch nach der Landtagswahl der politische Druck zur Ausweisung von Flächen für Windkraft unverändert hoch ist – selbst in unserer windschwachen Region Gaggenau-Malsch-Ettlingen. Der grün-schwarze Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg sieht keine Kehrtwende in der Energiepolitik vor. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz fördert weiterhin die Windkraft gerade dort besonders stark wo am wenigsten Wind weht. Und das, obwohl immer noch keine adäquaten Speichermöglichkeiten zur Verfügung stehen. Der Regionalplan, der derzeit zur Genehmigung im Verkehrsministerium vorliegt, weist von Freiolsheim über Malsch bis Schluttenbach große Flächen für Windkraft aus, die bis 500 m an die Wohnbebauung heranreichen. Auch die in reizvoller Landschaft befindliche Carl-Schöpf-Hütte am Rimmelsbacher Hof liegt in unmittelbarer Nähe zu den regionalplanerischen Flächen. Diese müssten von der Gemeinde Malsch bei Erstellung eines Teilflächennutzungsplans übernommen werden.

Anschaulich dargestellt und diskutiert wurden an diesem Nachmittag außerdem Fragen der Wirtschaftlichkeit, der technischen Möglichkeiten sowie der Auswirkungen von Infraschall. Abgerundet wurden die vorgestellten Themen durch eindrucksvolle und selbst erstellte Fotografien heimischer windkraftempfindlicher Vogelarten sowie durch eine Fledermaus-Ausstellung (Leihgabe der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden- Württemberg). Beide Tiergruppen wären durch den Bau- und Betrieb von Windkraftanlagen gefährdet.

Trotz widriger Wetterbedingungen kamen im Verlauf des Nachmittags etwa 200 Interessierte und selbst der regnerische Spaziergang zu möglichen Standorten fand regen Anklang. Auch die Landtagsabgeordnete Christine Neumann (CDU) und einige Kommunalpolitiker folgten der Einladung zum Gespräch und signalisierten Unterstützung für die Belange der Bürgerinitiativen und ein offenes Ohr für die Sorgen der Bevölkerung.

20160612_143158Noch mehr BIlder und Infos zu der Veranstaltung finden Sie auf der Homepage der Bürgerinitiative Lebensraum Schluttenbach e.V. : https://gegenwindettlingen.wordpress.com/

 

 

12. Mai 2016
Einladung zu einer gemeinsamen Veranstaltung der Bürgerinitiativen proNaturRaum, Runder Tisch Windkraft-Freiolsheim und Gegenwind Ettlingen

Die Lage um Windkraft im Bergwald spitzt sich zu! Der Regionalplan, der derzeit zur Genehmigung im Verkehrsministerium vorliegt, weist von Freiolsheim über Malsch bis Schluttenbach Flächen für Windkraft aus, die bis 500m / 700m an die Wohngebiete heranreichen.

 

Am Sonntag, den 12. Juni 2016 von 14 bis 17 Uhr laden wir Sie an der Carl-Schöpf-Hütte am Rimmelsbacher Hof ein sich über den aktuellen Stand zu informieren. Wir bewirten Sie in unserer schönen Landschaft mit Getränken, Vesper, Kaffee und Kuchen.

 

Es erwarten Sie:

  • Informationen zum Sachstand Windkraft in Malsch
  • Darstellungen der Größenverhältnisse
  • Wanderungen zu ausgewiesenen Windkraftflächen
  • Informationsstände zu den Themen Technik, Ökonomie, Natur und Gesundheit
  • Fledermausausstellung

 

Ihre Bürgerinitiativen proNaturRaum Völkersbach/Malsch/Sulzbach, Gegenwind Ettlingen e.V. und Runder Tisch Windkraft-Freiolsheim

29. Oktober 2015
„Mit allen Mitteln dagegen vorgehen“

Windkraft: Rat fordert die Standortstreichung

Gutachter berichtet über sensible Tierarten

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Obert

Malsch. Eine klare Ablehnung der Windkraftpläne für Malsch ist Inhalt einer verabschiedeten Stellungnahme an den Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Gemeinderats. Ausgearbeitet von CDU und Freien Wählern waren BfU/Grüne und SPD doch erstaunt bis pikiert – der Antrag wurde erst am Sitzungsabend vorgelegt und dann mit der CDU/FWV-Mehrheit beschlossen. Ratsmitglied Manfred Ochs vom Bündnis für Völkersbach hatte sich entschuldigt.
„Umwelt- und naturschutzrechtliche Konfliktpotenziale“ konstatierte FWV-Sprecher Horst Sahrbacher. „Die Flächen sind nicht geeignet für Windkraft.“ Die Bedenken seien vom Regionalverband bislang nicht ausreichend gewürdigt worden. Die Vorranggebiete dürften nicht in den Regionalplan. Ansonsten werde man „eine Ausweisung nicht akzeptieren und mit allen Mitteln dagegen vorgehen“.
CDU-Fraktionschef Thomas Kastner pflichtete bei. Der Regionalverband antworte bisher gar nicht auf geäußerte und eingereichte. „Das sind wir schon gewohnt.“ Die Stellungnahme solle ein Fundament sein, um von der Behörde gehört zu werden.
Zuvor hatte Gutachter Martin Boschert vom Büro Bioplan aus Bühl die bisherigen Ergebnisse der Beobachtungen in Sachen windkraftsensible Tierarten präsentiert. Neun seien in Malsch bisher aufgenommen, darunter der Rot- und Schwarzmilan, Wespenbussard und Waldschnepfe. Rund 1 000 Stunden von Mitgliedern der Bürgerinitiative Pro Naturraum und weiterer Bürger lägen aus den Jahren 2014/15 bereits vor. Die Beobachtungsstandorte seien strategisch gut gewählt. Stattliche 54 Meldungen gebe es zum Rotmilan, der eventuell auf der Höhe überwintere. Vier Brutplätze des Wanderfalken seien nachgewiesen, zwei Wespenbussard-Paare stehen unter „Brutverdacht“, recht nahe an den Völkersbacher Windkraft-Suchorten. Eine abschließende Bewertung, wie negativ die Windkraft die Arten beeinflusse, lag noch nicht vor. Die Hangkante sei auch für Thermalflieger wichtig, das sei aber überall so. Im Weiteren werde etwa geprüft, ob der Rotmilan „in größeren Trupps gezielt drüber“ geht.
„Nur weil ihnen das Ergebnis des bisherigen Gutachters nicht gepasst hat“, kommentierte Karlheinz Bechler (BfU/Grüne) das Einschalten von Boschert. Es seien bislang keine Konzentrationsgebiete sensibler Arten nachgewiesen, den Antrag lehne man ab. Klaus Jung (SPD) bekräftigte nochmals, dass keine kommunalen Flächen für Windkraftanlagen zur Verfügung gestellt werden sollen. In Sachen Windkraft-Standort Kreuzelberg will man sich an die Stellungnahme aus Ettlingen anhängen, der Gemeinderat dort lehnt diesen ab.
Mit dem Antrag verknüpften CDU und Freie Wähler – unabhängig vom Thema Windkraft – gleich noch die Beantragung eines Wasserschutzgebiets zum Quellenschutz für Sulzbach, um somit die Option einer Mischung mit Zweckverbandswasser für weicheres Wasser im Blick zu behalten.

Badische Neueste Nachrichten | Ettlingen | ETTLINGEN | 29.10.2015

Mit freundlicher Genehmigung der BNN

23. Oktober 2015
Große Mehrheit gegen Windkraft im Wald

Umfragen haben ergeben, dass eine deutliche Mehrheit dagegen ist, Waldgebiete durch Windkraftanlagen zu zerstören und zu zerschneiden. Die Zeitung “Die Welt” berichtete in einem Artikel vom Juli 2015 über Windkraftanlagen im Wald und stellte die Ergebnisse einer Emnid-Umfrage zu dem Thema vor, die von der deutschen Wildtier-Stiftung in Auftrag gegeben wurde: Danach sind 79 Prozent der Befragten dagegen, für den Ausbau der Windenergie Waldgebiete zu eliminieren oder zu zerschneiden.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: http://www.welt.de/politik/deutschland/article144313452/Windkraft-Branche-will-jetzt-die-Waelder-verspargeln.html

Auch die Deutsche Wildtierstiftung berichtet auf ihrer Homepage über die Ergebnisse der Umfrage: http://www.deutschewildtierstiftung.de/de/wildtier-nachrichten/news/emnid_umfrage_belegt_79_prozent_der_befragten_lehnen_windkraft_im_wald_ab/?gclid=CJKtvuGR-cYCFQTHtAodFgcD-A

151019_mdr Sendung mit Ahlborn_UmfrageIm Rahmen der Sendung “Fakt” des MDR wurde ebenfalls über Windkraft im Wald diskutiert. Bei der anschließenden Zuschauerbefragung votierten 88 Prozent dagegen, Windkraftanlagen in Wälder zu bauen. Das Ergebnis der Umfrage und den Link zur Sendung finden Sie hier: http://www.mdr.de/nachrichten/faktist-windkraft100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html.

 

25. September 2015
Eine Postkarte für den RVMO – Machen Sie mit !

Wir sind in unsere schöne Landschaft gegangen und haben Fotos gemacht. Daraus wurde eine wunderschöne Postkarte mit der wir dem Regionalverband im Rahmen der Dritten Offenlage signalisieren wollen: Hände weg von unserer Landschaft. Windkraftanlagen in Schwachwindgebieten sind angesichts der mit ihnen verbundenen Umweltzerstörung unverhältnismäßig!

Machen Sie mit, schicken Sie eine Postkarte bis zum 15. Oktober 2015 an den Regionalverband. Die Karten liegen in vielen Geschäften aus und werden in den nächsten Tagen in Malsch und den Ortsteilen verteilt.

Ihre Bürgerinitiative proNaturRaum

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23. September 2015
Das Grüne Waldsterben verhindern – jetzt handeln

Der Malscher Wald, unsere grüne Lunge, wurde und wird immer wieder bedroht.
Im 18. Jahrhundert erließ der badische Markgraf Karl Friedrich ein Verbotsgesetz des Waldbrennens und des Waldweidens von Großvieh zum Schutz der blühenden Pflanzen und des nachwachsenden Baumbestandes. Im 20. Jahrhunderts waren es die riesigen Schadstoffmengen der Industrie und des Verkehrs, die den Wald in seiner Existenz bedrohten. Strenge Abgasverordnungen und umfangreiche Kalkungsaktionen, um den sauren Boden zu neutralisieren, haben den Wald wieder in seinen heutigen guten Zustand zurückgeführt.
Die Wichtigkeit der Stabilität des Naturhaushaltes unterstreicht der Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) mit seiner Offenlage von 2003 : In den Grundsätzen zum Schutz und zur Entwicklung der Landschaft wird beschrieben, wie Boden, Wasser, Luft und Klima sowie Tier- und Pflanzenwelt zu schützen sind.

Wird der Malscher Wald zum Opfer grüner Politik?

In der Raumplanungskarte 2002 sind für Malsch, Sulzbach, Völkersbach Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Malsch und Sulzbach sind als überschwemmungsgefährdete Siedlungsgebiete gekennzeichnet. Nach einer Waldbegehung des Gemeinderats Malsch am 14. Juni 2002 zum Thema Klima, Wasser, Wald wurde unter anderem festgehalten: „Jede zusätzliche Bodenverdichtung (durch Befahren von Wald u. Wiesen) oder gar Bodenversiegelung (durch Bebauung) erhöht den Anteil des Oberflächenwassers und trägt zu Hochwassersituationen bei.

Alle Fortschritte und Bestrebungen der Generationen vor uns, unsere Umwelt mit ihrer Artenvielfalt zu erhalten und die Lebensbedingungen für Mensch und Tier in unserem hochindustrialisierten Land zu verbessern, werden von der Grün-Roten-Landesregierung vernichtet. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, auch in Schwachwindgebieten, mitten im Malscher Bergwald, ohne Rücksicht auf Mensch, Tier, Pflanzen, Wasserhaushalt, Klima und Hochwassergefahr, Windräder aufzustellen. Derselbe RVMO, der im Anhangband 2003 in unserer ökologisch sensiblen Bergzone keine Vorranggebiete für regional bedeutsame Windkraftanlagen ausgewiesen hat, hat nun in der 1.,2. und 3. Offenlage 2015 auf Druck der Landesregierung Vorranggebiete für regional bedeutsame Windkraftanlagen für die Waldgebiete Hohlberg/Sulzberg/Birkenschlag (Scheuerberg) in der Größe von 136,4 ha ausgewiesen.
Durch die Nutzungsumwandlungen wird unsere grüne Lunge, der Wald, zur Industriezone mit allen Folgen für uns und die Natur.

Legen Sie Ihren persönlichen Einspruch beim RVMO ein oder senden Sie die Postkarte, die Sie in den nächsten Tagen erhalten werden, mit Ihrer Unterschrift ab. Wir sind überzeugt, dass die Energiewende auch ohne Nachteile für Mensch und Natur realisiert werden kann!

Ihre Bürgerinitiativen ProNaturRaum Sulzbach / Völkersbach

17. September 2015
Aktuell: Die Teilfortschreibung geht in die nächste Runde

Der Regionalverband mittlerer Oberrhein hat im Juli aufgrund der eingegangen Bedenken die dritte Anhörung beschlossen. Leider ergibt sich für Malsch daraus keine wesentliche Verbesserung. Zwar wird den Gemeinden die Möglichkeit eröffnet, bei der Planung von Konzentrationszonen einen Abstand von 1.000 Metern zu Siedlungsgebieten einzuhalten, dies jedoch nur, wenn die Flächen insgesamt dadurch nicht kleiner werden und wenn der Regionalverband dem zustimmt. Das heißt, dass Malsch im Vergleich zu anderen Gemeinden nach wie vor überproportional belastet würde.

Seit Montag, dem 14.09.2015, bis zum 16.10.2015 kann sich nun erneut jeder zum Planentwurf, seiner Begründung und dem Umweltbericht gegenüber dem RVMO schriftlich, zur Niederschrift oder elektronisch (rvmo@region-karlsruhe.de) äußern.

Auch in dieser dritten Runde wollen wir dem Regionalverband deutlich signalisieren, dass die Malscher ihren Bergwald nicht für Windkraftanlagen opfern möchten, die aufgrund der geringen Windhöffigkeit nur wenig Energie liefern werden und deren Wirtschaftlichkeit selbst angesichts der hohen Subventionen höchst zweifelhaft ist. Die zu erwartende Naturzerstörung würde in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen! Der Malscher Bergrücken mit seinen umliegenden Streuobstwiesen ist ein idealer Lebensraum für die nachgewiesenen, streng geschützten Vögel wie Rotmilan, Schwarzmilan, Wespenbussard, Habicht, Baumfalke, Sperber und für Fledermäuse. Die Zugvögel finden hier Rastplätze. Die Thermik an der Hangkante nutzen ganze Vogelschwärme als Flugkorridor. Diese einmalige Wald- und Kulturlandschaft mit dem Lebensraum für Mensch und Tierwelt würde mit dem Bau von Windkraftanlagen unwiderruflich zerstört.

Wir bitten daher alle Malscher Bürgerinnen und Bürger, ihre Bedenken gegenüber dem Regionalverband zu äußern, um auch in dieser Runde mit möglichst vielen Stimmen eindrucksvoll für unsere Gemeinde einzutreten.

Ihre Bürgerinitiative proNaturRaum

18. August 2015
Teilerfolg im Widerstand gegen die Windkraftplanungen des RVMO: Dritte Offenlage beschlossen

Entgegen der von Verbandsdirektor Hager noch bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung in Sulzbach geäußerten Absicht, nach der zweiten Offenlage sofort in die Beschlussfassung zu gehen, kommt nun doch eine dritte Offenlage. Die Pressemeldung des RVMO finden Sie hier.

Das heißt für uns: Weiter kämpfen gegen unsinnige, naturzerstörende Windkraftanlagen im Malscher Wald. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung im September!

22. Mai 2015
Eindeutiges Votum im Gemeinderat gegen Windkraftpläne des Regionalverbands

Bei der Gemeinderatssitzung vom 19. Mai 2015 wurde über die Stellungnahme der Gemeinde zu den Windkraftplanungen des Regionalverbands beraten. Wie bereits im Vorfeld angekündigt, beantragten die freien Wähler “alle im Regionalplankapitel 4.2.5 Erneuerbare Energien als mögliche Vorrangflächen ausgewiesenen Gebiet, die auf der Gemarkung Malsch liegen, aus dem Entwurf zu streichen”. Mit 18 (Freie Wähler, CDU,  Für Völkersbach) zu 4 (Grüne, BU) Stimmen bei 6 Enthaltungen (SPD inkl. BM Himmel) wurde dieser Antrag angenommen. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass die artenschutzrechtlichen Beobachtungen in Malsch noch ein weiteres Jahr fortgeführt werden und ein Fachbüro mit der Auswertung beauftragt wird.

Dies ist ein großartiger Erfolg für unsere Bürgerinitiative und ein Bestätigung unserer Arbeit, insbesondere der Erhebung eigener Daten zum Artenvorkommen in Malsch. Unser Dank geht an alle Helferinnen und Helfer, die im vergangenen Jahr mit der Kamera im Anschlag ihre Runden durch die Natur gedreht haben.