4. März 2016
Gutachten bestätigt: Windenergieerlass berücksichtigt den Landschaftsschutz nur ungenügend

Eine Gutachten, das der Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V. bei der Kanzlei Caemmerer Lenz in Auftrag gegeben hat, bestätigt was Kritiker schon immer vermutet haben. Die Übertragung der Planung von Windkraftanlagen auf die Gemeinden hat diesen nicht nur viel Arbeit und hohe Kosten verursacht, sondern führt auch dazu, dass dem Schutz des Landschaftsbildes nicht mehr ausreichend Rechnung getragen wird.

Das Gutachten wurde von den Bürgerinitiativen aus Malsch und Freiolsheim am Donnerstag, den 3. März 2016, an Verbandsdirektor Prof. Dr. Gerd Hager übergeben. Eine Übergabe an die Landesregierung wird in den kommenden Wochen stattfinden.

Vertreter der Bürgerinitiativen von Freiolsheim, Malsch, Völkersbach, Sulzbach und Waldprechtsweier mit Verbandsdirektor Dr. Hager bei der Übergabe des Gutachtens

Vertreter der Bürgerinitiativen von Sulzbach, Malsch, Völkersbach,Freiolsheim  und Waldprechtsweier mit Verbandsdirektor Prof. Dr. Hager bei der Übergabe des Gutachtens

Das alles geschieht vor dem Hintergrund einer Landesregierung, die im Wahlkampf mit fast täglich neuen „Erfolgsmeldungen“ hinsichtlich der Energiewende auftrumpft und dabei den Bürgern die Wahrheit vorenthält, die da heißt: Es gibt derzeit und in absehbarer Zukunft keine Möglichkeit die von Solar- und Windkraftanlagen produzierte Energie zu speichern. Aus diesem Grund können die regenerativen Energien konventionelle Energieträger nicht ersetzen. Es macht daher überhaupt keinen Sinn, immer mehr Windkraftanlagen, noch dazu in Schwachwindgebieten wie in unserer Region, zu errichten. Das schadet der Natur und bringt keinen Nutzen für die Energiewende. Bleibt zu fragen, weshalb sich unsere Landesregierung weiterhin so vehement für die Windkraft einsetzt, obwohl sie es besser wissen müsste. Eine Erklärung bietet vielleicht die erst kürzlich getätigte Großspende des Vermögensberaters Jochen Wermuth, dessen Unternehmen sich nach eigenen Angaben im Bereich der erneuerbaren Energien spezialisiert hat. Dass die Grünen in Baden-Württemberg ihre Energiepolitik auch nach der Wahl fortführen können war ihm immerhin 300.000 € wert.